Gut daheim angekommen!

(2 comments)

Liebe Leute, unser großes Abenteuer ist zu Ende, wir sind nun gut daheim angekommen. Es war großartig! Das Wichtigste vorweg: wir lieben uns noch immer!

love is in the air

Aber hier noch ein paar Infos zu unserer Tour durch Kolumbien:

Dschungel:

Wir kamen also per Boot von Iquitos/Peru nach Leticia/Kolumbien - gerade rechtzeitig um das Finale vom Copa America (Brasilien gegen Peru) zu sehen. Wir beschlossen dort über die Grenze nach Brasilien zu marschieren, ein paar Caipirinhas zu trinken und das Finale irgendwo mit vielen Einheimischen zu genießen. War leider dann nicht so aufregend, wir vermuten die Brasilianer sind einfach zu erfolgsverwöhnt, kein Vergleich zu der Stimmung in Peru beim Halbfinale. Aber wir hatten viel Spaß, Caipirinha gabs ja genug und unsere lustigen neuen Reisebekanntschaften (von der Dschungeltour in Iquitos) aus Belgien und Rußland waren für alle verrückten Dinge zu haben.

Nachdem wir mit Ausschlägen vom Mosquitoschutz und Ekzemen an den Füßen (von den stundenlangen Märschen im Dschungel in Gummistiefeln) zu kämpfen hatten und wir beide keine Fans dieser abartigen tropischen Hitze waren konnten wir uns nicht für eine weitere Dschungeltour "erwärmen" - es blieb bei einem Ausflug in den botanischen Garten und anschließend flogen wir nach Bogota.

Sonnenuntergang am Amazonas

Hochland und Caferegion:

In Bogota trafen wir uns mit Jakob und Juliana aus Abersee (hey!). Nach einer Nacht düsten wir mit dem Bus gleich weiter nach Salento, einem kleinen feinen Örtchen in der "Cafeprovinz". Dort war es herrlich - ein Ausflug mit dem Pferd (kurz den elektrischen Zaun geküsst...), eine Wanderung im Wachspalmenwald und natürlich der Besuch einer Cafefinka standen am Programm. 

Von Salento ging es dann per Bus nach Medellin, der weltweit gefährlichsten Stadt in den 80ern. Glücklicherweise hat sich das  sehr zum Positiven gewendet. Bei den Touren in der Comuna 13 (einer der Hotspots zur damaligen Zeit mit vielen Kampfhandlungen und Bandenkriegen) und zu den wichtigen Plätzen der schwierigen Zeit lernten wir viel Interessantes aus der Zeit von Pablo Escobar und danach. Unglaublich was hier alles geschehen ist, und welch harte und traurige Zeit die Leute hier durchmachen mussten: unser Guide wurde mit 11 Jahren beim Fußballspielen von 4 Gewehrkugeln getroffen, seine 3 besten Freunde starben dabei - alles nur weil ein ein paar Gangster aus einem Auto grundlos auf die Kids schossen. Zigtausende Menschen die sich nicht einer politischen Gruppe anschlossen verschwanden einfach. Man lernt sowas in Geschichte, aber wenn man an diesen Plätzen steht und zB das Mahnmal in Form einer zerbombten Statue sieht hat das natürlich viel mehr Gewicht und Gänsehautcharakter. Wir fühlten uns aber nicht unsicher, Medellin ist eine moderne Stadt (mit tollem Nightlife!). Ein Ausflug nach Guatape musste natürlich auch sein, die Fjorde dort waren sehr schön. Und nachdem es rundherum tolle Berge gab genossen wir einen kurzen Flug mit Paragleitschirm ;-).

Wachspalmen nahe Salento

Santa Marta und Karibik:

Danach ging es nach Santa Marta an die Karibikküste. Dort war es richtig richtig richtig drückend heiß. Zuerst stand die "verlorene Stadt" auf unserer Liste: eine antike Stadt mitten im Dschungel. Wir fühlten uns echt wie Indiana Jones - es war sehr abenteuerlich! Eines der Highlights waren Eliseo und Adolfo, unsere beiden Guides vom Stamm der Wiwa (indigenes Volk), die immer in traditionellem weiß gekleidet waren und uns ausführlich über deren Kultur aufklärten. Auch die Tatsache, dass die verlorene Stadt nur nach drei sehr anstrengenden und heißen Tagen Fußmarsch erreichbar war gab dem ganzen nochmal extra Abenteuer-Flair. Wir wurden nach der Tortur echt toll belohnt, die Magie an diesem Platz spürte man einfach!

Danach ging es für ein paar Tage an den Strand, das hatten wir uns verdient! Einfach relaxen, die Seele baumeln lassen und das Erlebte revue passieren lassen. Nach der Affenhitze beschlossen wir einen kurzen Ausflug nach Minca zu machen, einem kleinen Dörfchen in den Bergen wo angenehmes Klima herrschte. Anschließend gabs wieder etwas Action: ab in den Tayrona National Park: wunderschöne Strände und Ausblicke erwarteten uns, und natürlich wieder Affenhitze. Wir waren uns dann einig, dass dies unsere letzte anstrengende Wanderung bei diesem Klima sein sollte und stellten uns auf Urlaub mit Entspannung ein. Also fuhren wir nach Cartagena, einer tollen Stadt an der Karibikküste. Dort genossen wir das städtische Leben - es war hier glücklicherweise nicht soo heiß - ehe wir uns zu unserer letzten Tour aufmachten: Karibikinseln wollten wir unbedingt erleben, bevor es nach Hause geht! Wir fuhren auf die Isla Mucura - einer kleinen untouristischen Insel im San Bernardo Archipelago. Dort gabs nicht viel: Palmen, Strand, Unterkunft, jeden Tag 2x leckeren Fisch zum Essen, ein paar Cocktails, ein kleines Fischerdorf und hammermäßige Tauch- und Schnorchelspots. Das Schnorcheln war hier der volle Wahnsinn, wir waren überwältigt von den vielen bunten schönen Fischen und anderen Meeresbewohnern - definitiv eines unserer Highlights auf der Weltreise! Außerdem: nachts in absolut kristallklarem Wasser mit fluoreszierendem Plankton schwimmen war auch total magisch! Danach ging es auf die etwas entferntere Isla Fuerte - zuerst eine Pirateninsel mit einer Höhle von Captain Morgan, später eine Drogeninsel und heute gibts ein paar Aussteiger und ein paar Touristen. Und es gibt dort ganz viele Mangos, 21 verschiedene Sorten um genau zu sein. Und drei riesige Bäume haben sie auch, die waren sehr beeindruckend, da hätte man ein paar Häuser darunter verstecken können. Tja, und dann ging es eigentlich nur noch über Cartagena, Bogota und mit einem 12h Stopover in Toronto Richtung Heimat.

Isla Mucura

Der Blog wird weitergeführt! Die nächsten Wochen wird nicht viel passieren, aber dann hab ich vor, ein paar mehr Fotos unserer "kleineren" Rucksackreisen online zu stellen, vielleicht hab ich auch mal Zeit für ein neues Design. Aber jetzt werden wir mal "richtig ankommen", Freunde und Familie treffen, einleben, Fotos sortieren, den Herbst daheim genießen, Zukunftspläne schmieden. PS: ich habs echt geschafft in 4 Tagen die wichtigsten Punkte auf meiner Todo-Liste abzuhaken: Extrawurstsemmerl essen, Weißbier trinken, Leberkässemmel essen, im Wolfgangsee baden, mein Patenkind sehen, Schnitzel essen, ein Würstel auf einem Wiener Würstelstand genießen, Müllner Bräu trinken, Schnitzel essen, Marillenpalatschinken essen, Sachertorte essen, Aperol-Spritzer genießen, Zirbenschnaps trinken ... Leitungswasser genießen und ganz entspannt auf einer Klobrille sitzend sein Geschäft verrichten (zuletzt Anfang März!)

Fotos Kolumbien Teil 2

Comments

Anne 1 month, 2 weeks ago

Willkommen zurück!

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robert 1 month, 1 week ago

danke! und bis bald ;-)

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